Chongqing liegt im Südwesten Chinas und gilt mit 32 Millionen Einwohnern (Stadtkern inklusive Umland) als größte Stadt der Welt, die in rasantem Tempo wächst und eine Reihe von ökologischen und verkehrstechnischen Problemen bewältigen muss.
Die Millionenstadt am Jangtse boomt: Seit Jahren wächst ihre Wirtschaft jährlich um mehr als 10 Prozent. 2006 erwirtschaftete Chongqing rund 7,5 Prozent des chinesischen Bruttoinlandsprodukts und wuchs um 12,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Auch der Handel mit Deutschland floriert: 2007 lieferten Unternehmen aus Chongqing Waren im Wert von 200 Millionen US-Dollar nach Deutschland, 23 Prozent mehr als im Vorjahr. Deutsche Firmen verkauften im selben Zeitraum Waren im Wert von 425 Millionen US-Dollar nach Chongqing, eine Steigerung um 40 Prozent.
Der Wirtschaftsboom und die geographische Beschaffenheit stellen die Stadt jedoch vor gewaltige Herausforderungen. Bis 2020 plant Chongqing, sich in eine Metropole mit 15 Millionen Einwohnern zu verwandeln, verteilt auf eng vernetzte urbane Zentren. Die Folge: Der Bedarf an Wohnraum und damit an Heizung, Strom, Wasser und Abfallentsorgung wächst ständig.
Die Stadtregierung will bis 2010 etwa 100 Milliarden Euro in die Infrastruktur investieren. Sie hat großes Interesse am Austausch von Know-how im Bereich des energiesparenden Bauens. Denn der aktuelle Fünfjahresplan der chinesischen Regierung sieht vor, dass der Energieverbrauch in allen Bereichen bis 2010 um 20 Prozent reduziert werden soll. Auch an Konzepten für Mülltrennung, Wassermanagement und Versorgung gibt es Bedarf.
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