Die 4. Station der größten deutschen Veranstaltungsreihe im Ausland, „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“, fand vom 21. Mai bis 20. Juni 2009 in der nordostchinesischen Metropole Shenyang statt. Konferenzen, Aufführungen, Ausstellungen und eine „Deutsch-Chinesische Promenade“ gaben sowohl der Politik und Wirtschaft als auch der Bevölkerung wertvolle Anregungen für eine nachhaltige Stadtentwicklung im Nordosten Chinas.
Die 7-Millionen-Metropole Shenyang ist die Hauptstadt der Provinz Liaoning. Als Zentrum für Schwerindustrie und aufgrund reichhaltiger Erz- und Kohlevorkommen wird Liaoning auch als „Rostgürtel“ oder „das chinesische Ruhrgebiet“ bezeichnet. Die derzeitigen Bestrebungen der Provinz sind darauf ausgerichtet, sich durch einen Strukturwandel zu einer modernen Wirtschaftsregion zu entwickeln.
Der strukturelle Wandel geht mit wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und kulturellen Umbrüchen einher und stellt die Region vor enorme Herausforderungen. Wie lässt sich trotz weg brechender Industriezweige eine Massenarbeitslosigkeit verhindern? Was müssen Stadt und Provinz ihren Bürgern bieten, damit sie sich mit der verändernden Umgebung weiterhin identifizieren können? Sollen ausgediente Fabriken und Industrieanlagen abgerissen oder können sie stattdessen sinnvoll umfunktioniert und neu genutzt werden?
Deutschland bietet China im Rahmen der Veranstaltungsreihe an, gemeinsam Lösungen für die Herausforderungen einer nachhaltigen Urbanisierung zu entwickeln und umzusetzen. Bereits jetzt greift Shenyang auf deutsches Know-how zurück und orientiert sich beispielsweise an den Erfahrungen des Strukturwandels im Ruhrgebiet. Die Plattform für Anregungen und Impulse soll die auf drei Jahre angelegte Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ mit dem Schwerpunktthema „Nachhaltige Urbanisierung“ bieten. Hierzu lädt auf der „Deutsch-Chinesischen Promenade“ ein vielfältiges Programm ein. Der Ansatz ist interdisziplinär: neben Bundesministerien, Bundesländern und Städten sind Partner aus Wirtschaft und Stadtentwicklung, Kultur, Bildung und Wissenschaft beteiligt.
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