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| (v.l.n.r.) Uwe Hollmichel, Deutsche Bank; Juliane Heid und Max Kopp, beide Schüler der Gymnasialen Oberstufe;Ernst Fritz-Schubert, Oberstudiendirektor und Schulleiter der Willy-Hellpach-Schule; Hanns-Michael Hölz, Deutsche Bank |
28.07.2008
Anleitung zum Glücklichsein
Berlin/Heidelberg, 25.07.2008 – Fürs Leben lernen: Dieser pädagogische Leitsatz bekommt an der Willy-Hellpach-Schule eine ganz neue Bedeutung. Neben Deutsch und Mathe pauken die Jugendlichen dort seit Herbst 2007 auch „Glück“. Einfühlungsvermögen, Zuversicht, Selbstvertrauen, Leistungsfreude und soziale Verantwortung stehen als Zutaten des interdisziplinär angelegten Unterrichtsfachs auf dem Lehrplan.
Die Jugendlichen sollen sich so Wege für ihr eigenes dauerhaftes Glück suchen können. Dazu haben die Pädagogen Verstärkung ins Haus geholt: Ein Schauspieler probt mit den Schülern Theaterstücke, ein Motivationstrainer vermittelt positives Denken und ein Psychologe entwickelt mit den Jugendlichen eine Vorstellung vom „Ich in der Gemeinschaft“.
Für diese deutschlandweit einzigartige und innovative Idee wurde die Heidelberger Berufsschule von der Standortinitiative „Deutschland – Land der Ideen“ und ihrem Projektpartner Deutsche Bank als „Ausgewählter Ort“ ausgezeichnet. „Es ist höchste Zeit, Schule neu zu denken und das Fach ‚Glück´, für das ein völlig neuer Lehrplan von vielen externen Dozenten und Lehrern entwickelt wurde, soll dazu einen Impuls geben“, erklärte Oberstudiendirektor Ernst Fritz-Schubert, der den Preis von Hanns-Michael Hölz, Deutsche Bank, entgegennahm.
Die Preisverleihung war eingebettet in die Präsentation der Evaluationsergebnisse des Unterrichtsfachs „Glück“. Eigens hierfür wurde ein Symposium mit verschiedenen Vorträgen ausgerichtet. Rund 180 Teilnehmer aus Wirtschaft, Wissenschaft und Politik diskutierten gemeinsam mit Wissenschaftlern und Pädagogik-Experten über die Ergebnisse und Zukunftsaussichten des Pilotprojektes, das sowohl national als auch international für Aufmerksamkeit sorgte. „Signifikant feststellbar war der Zuwachs der Selbstwirksamkeitsüberzeugung. Sie gehört zu den wichtigsten Persönlichkeitsmerkmalen und steuert das eigene Bewusstsein, selbst etwas bewegen zu können“, fasste der Heidelberger Pädagogikprofessor Wolfgang Knörzer zusammen.
Wie viel die Schüler gelernt haben, wird letztlich das Leben außerhalb des Klassenraums zeigen. Während der Schulzeit könnte das Glücksgefühl jedoch direkt vom neuen Fach abhängen: von der Zensur im „Glück“.
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