Berlin/Wuhan, 30.10.2009 - Die Veranstaltungsreihe „Deutschland und China – Gemeinsam in
Bewegung“ macht derzeit in der zentralchinesischen Metropole Wuhan (Provinz Hubei) Station.
Herzstück ist die neuntägige Deutsch-Chinesische Promenade, die Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder am Wochenende in Wuhan eröffnet hat. Allein in den ersten Tagen haben rund 250.000 Menschen die Deutsch-Chinesische Promenade besucht. Die Ausstellungen, Darbietungen und Diskussionsveranstaltungen aus den Bereichen Politik, Wirtschaft, Kultur, Bildung und
Stadtplanung zum Schwerpunktthema „nachhaltige Urbanisierung“ dauern noch bis zum 31. Oktober.
„Zusammen mit China werden wir gemeinsame Lösungen für die großen gesellschaftlichen und ökologischen Herausforderungen entwickeln“, sagte Bundeskanzler a. D. Gerhard Schröder anlässlich der Eröffnung der Deutsch-Chinesischen Promenade in Wuhan. Hier nahm Schröder im Rahmen von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ auch an einem Forum über nachhaltige Entwicklung teil. „Die Prognose für das Jahr 2050 lautet, dass dann drei Viertel der Menschen in Städten wohnen werden“, sagte Schröder auf dem Forum und unterstrich die Bedeutung des Schwerpunktthemas der Veranstaltungsreihe: „Weder der Klimawandel noch die Frage des schonenden Umgangs mit natürlichen Ressourcen lassen sich lösen, ohne dass wir bei den großen Städten ansetzen.“
Nicht nur Politiker und Experten befassen sich derzeit in Wuhan mit urbanen Fragen. „Unsere Hauptzielgruppe sind die Bürger, die hier leben“, sagt Michael Kahn-Ackermann, Projektleiter von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung.“ „Wir wollen die Bevölkerung dazu anregen, sich über Themen, die ihr städtisches Lebensumfeld betreffen, untereinander auszutauschen.“ Auf der Deutsch-Chinesischen Promenade bieten hierzu u. a. ein sogenannter Kultur- und ein Konferenzpavillon zahlreiche Möglichkeiten. „Solch eine Plattform für Diskussionen sollten wir hier immer haben“, schwärmte eine junge Chinesin im Anschluss an ein Symposium, bei dem es u. a. um Denkmalschutz, Kulturerbe und städtische Altbausanierung ging.
Auch die Pavillons, in denen deutsche Unternehmen und Institutionen, Ministerien, Bundesländer und Kommunen ihre jeweiligen Ideen zu urbanen Fragen vorstellen, finden großen Zuspruch. Einige der Pavillons werden von bis zu 20.000 Menschen am Tag besucht. „Seit Beginn der Veranstaltungsreihe 2007 haben bereits über eine Million chinesische Bürger unsere Angebote genutzt“, freut sich Botschafter Dr. Wolfgang Röhr, Leiter des Arbeitsstabs Deutschland-China im Auswärtigen Amt. „Und unser Auftritt auf der Expo 2010 in Shanghai steht erst noch bevor.“
„Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“ ist die bislang größte deutsche Veranstaltungsreihe im Ausland. Sie ist nacheinander in sechs chinesischen Metropolen zu Gast. Die 9-Millionen-Stadt Wuhan ist nach Nanjing, Chongqing, Kanton und Shenyang die fünfte Station. Den Startschuss gab die Bundeskanzlerin 2007 in Peking. Der Bundesaußenminister eröffnete bei der zweiten Station den „Chongqinger Dialog über Urbanisierung“. Schirmherren der Veranstaltungsreihe sind der Bundespräsident und der chinesische Staatspräsident. Träger ist das Auswärtige Amt. Kooperationspartner sind der Asien-Pazifik-Ausschuss der Deutschen Wirtschaft (APA), die Initiative „Deutschland – Land der Ideen“ und das Goethe-Institut, das zugleich die Projektleitung innehat. Offizielle Partner sind Allianz, BASF, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Post DHL und Siemens. Darüber hinaus sind zahlreiche weitere Unternehmen und Institutionen beteiligt. Auf chinesischer Seite sind Provinz- und Stadtregierungen Partner von „Deutschland und China – Gemeinsam in Bewegung“.
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