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Zukunft braucht intelligente Werkstoffe

Georgsmarienhütte GmbH
Der Konzern, in dessen Händen das Hochofen- und Stahlwerk seit fast 70 Jahren war, sah nur noch den Ausweg der Schließung. Jürgen Großmann hatte eine andere Idee: Er versicherte sich der Unterstützung seiner Familie, von Weggefährten im Management, der Belegschaft und der niedersächsischen Landesregierung, um 1993 mit einem Management-Buyout das Stahlwerk selbst zu übernehmen. Mit seinem Geschäftsführungs-Team stellte er das Werk vom Kopf auf die Füße, mutete den Mitarbeitern Höchstleistungen zu, beteiligte sie gleichzeitig aber am Geschäftserfolg und veränderte den Produktionsprozess komplett. So nahm im Sommer 1994 die Georgsmarienhütte GmbH den ersten Gleichstrom-Elektrolichtbogenofen Deutschlands in Betrieb.

Damit wurde der Grundstein für ein anspruchsvolles Produktionsprogramm gelegt: Aus dem alleinigen Rohstoff Schrott, der aufwändig vorbereitet und sortiert werden muss, entstehen Stahlgüten höchster Qualität. Mittlerweile ist die Georgsmarienhütte GmbH eines der modernsten und leistungsfähigsten Stahlwerke in Europa und zugleich das Herzstück der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe, einem der offiziellen Partner von "Deutschland - Land der Ideen". Knapp 9.000 Mitarbeiter erwirtschaften einen Umsatz von mehr als 1,8 Milliarden Euro. Neben den Standorten in Deutschland und Österreich gibt es Niederlassungen in Frankreich, Japan, China und Brasilien. Auch in den USA, England und Italien ist die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe vertreten.
Gemeinsam bilden die 43 Unternehmen den Verbund der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe. Jedes der Unternehmen wird mittelständisch geführt. Das bedeutet: Vor Ort agiert eine eigene Geschäftsführung, die Identität des Standortes bleibt erhalten und, wo gesetzlich erforderlich, gibt es einen eigenen Aufsichtsrat für die einzelne Gesellschaft.

Vom Werkstoff Stahl kommend, hat die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe in den vergangenen Jahren ihre Kompetenzen in den Kernprozessen Schmelzen, Gießen, Schmieden und Walzen kontinuierlich ausgebaut. Heute werden gemeinsam mit dem Kunden individuelle Lösungen entwickelt. Aus einer Hand bietet die Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe die gesamte Leistungspalette vom Werkstoff bis zum einbaufertigen Produkt – schnellstmöglich und in höchster Qualität.

Bereits heute findet sich beispielsweise Stahl aus der Georgsmarienhütte GmbH unter dem Blech nahezu jedes europäischen Automobils: Für den so genannten "Antriebsstrang", sei es zum Beispiel im Motor oder im Getriebe, liefern mehrere Unternehmen der Gruppe Werkstoffe und Komponenten zu. Auch in den Bereichen Energiemaschinen- und allgemeiner Maschinenbau, dem europaweit wachsenden Schienenverkehr sowie der Transport- und Hebetechnik zeichnen sich Produkte der Georgsmarienhütte Unternehmensgruppe durch Verlässlichkeit und technische Innovation aus.

Aluminiumgießereien sind ein Bereich, in dem die Gruppe zukünftig wachsen will. Auch Magnesiumverarbeitung wird dazugehören. Das Ziel: die Werkstoffkompetenz ausbauen, um neue Märkte zu erschließen.

Grundsätzlich gilt das Nachhaltigkeitsprinzip. Dazu gehören nicht nur die ökologische und soziale Verantwortung, sondern auch Wachstum und Gewinnerwirtschaftung. So bleiben die Unternehmen in der Lage, ihre Prozesse und Produkte permanent zu verbessern.
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