Veranstaltung: 14 Uhr Preisverleihung mit anschließendem Sektempfang, Vortrag von Prof. Dr. Tilman Mayer, Rheinische Friedrich-Wilhelms Universität Bonn
Wer wählt, gewinnt
Vor der Bundestagswahl am 18. September 2005 war die Hilflosigkeit der Wähler groß. Parteien, Programme, Gesichter verschwommen zeitweilig zu einer sprechenden Masse. Orientierung verschafften sich deshalb über fünf Millionen Wähler im Internet, wo sie sich vom Wahl-O-Mat beraten ließen. Spielerisch, aber inhaltlich korrekt erklärt das Internetangebot die Positionen der Parteien und die Themen des Wahlkampfes. Diese werden auf 25 bis 30 Thesen verdichtet, zu denen der Nutzer seine Haltung eingibt. Anschließend wird die Partei errechnet, die den eigenen Ansichten am nächsten steht. Das geschieht natürlich ohne Gewähr und soll vor allem anregen, sich weiter politisch zu bilden. Als bürgernahes Politik-Edutainment erstmals 2002 in Deutschland installiert, ist der Wahl-O-Mat inzwischen vor allem bei Jungwählern beliebt, weil er komplizierte Themen zugänglich macht und ganz userfreundlich die eigene Meinungsbildung unterstützt. Wie es sich gehört, ist die Nutzung kostenlos. Der Wahl-O-Mat wird etwa sechs Wochen vor einer Wahl online gestellt.