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Die Schadenforscher der Allianz

Wo Schaden entsteht, müssen Versicherungen zahlen. Wäre es nicht klüger, Unfälle und Schäden zu vermeiden? Auf diesen nahe liegenden Gedanken kommen vor mehr als 70 Jahren Ingenieure der Allianz Versicherungs-AG.

Das Allianz Zentrum für Technik in Ismaning
Das Allianz Zentrum für Technik in Ismaning.
1932 richtet die Allianz in Berlin eine eigene Materialprüfstelle ein – weltweit das erste Institut, das sich ausschließlich mit Schadenforschung beschäftigt. Ob kaputte Dampfkessel, Turbinen, Dieselmotoren oder Baumaschinen – alles wird untersucht und dokumentiert. Die Arbeit der Prüfstelle hat durchschlagenden Erfolg: Viele technische Schäden in Industrie und Gewerbe lassen sich präventiv vermeiden.

1962 zieht die Materialprüfstelle nach Ismaning bei München und wird in Allianz Zentrum für Technik (AZT) umbenannt. Neben der Industrietechnik wird 1971 ein zweiter Fachbereich gegründet: das Institut für Kraftfahrzeugtechnik. Unter dessen langjährigem Geschäftsführer, Unfallforscher Prof. Max Danner, macht das AZT Kraft mit spektakulären Crashtests von sich reden.
Das AZT war maßgeblich beteiligt an der Einführung der Gurtpflicht in Deutschland: Die Ingenieure lassen den damaligen Bundesverkehrsminister Werner Dollinger im Auto mit nur 15 km/h gegen eine starre Barriere fahren.

Der nicht angegurtete Dummy auf dem Beifahrersitz fliegt gegen die Windschutzscheibe, ein Mensch hätte ernste Verletzungen davongetragen. Dollinger, der angegurtet ist, kommt mit dem Schrecken davon.
Versuchsraum im Bereich industrielle Technik:
Flammwirkung beim Versprühen brandgefährlicher Flüssigkeiten.
Versuchsraum im Bereich industrielle Technik: Flammwirkung beim Versprühen brandgefährlicher Flüssigkeiten.
Kurz darauf wird das Bußgeld eingeführt, die Anschnallquote schnellt nach oben mit der Folge, dass die Zahl der Verkehrstoten und Schwerverletzten erheblich zurückgeht.

„Damals wie heute schaffen wir Sicherheit“, sagt Danners Nachfolger, Prof. Dr.-Ing. Dieter Anselm, Geschäftsführer des Bereichs Kraftfahrzeugtechnik. „Dies spiegelt sich in Maßnahmen zur Verbesserung der Insassensicherheit ebenso wider wie bei der drastischen Reduzierung der Fahrzeugdiebstähle mittels elektronischer Wegfahrsperre.“

In den siebziger Jahren stellten neue Technologien und neue Materialien in der Kraftwerkstechnik die Herausforderung für die Industrie und die Allianz als Versicherer dar. Das AZT hat mit seinem Knowhow mitgeholfen, die neuen Techniken sicher und wirtschaftlich zu gestalten.
Das Schadenmuseum des AZT in den 60er Jahren
Das Schadenmuseum des AZT in den 60er Jahren.
„Erneuerbare Energien, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Nanotechnologie, Stromversorgung und Notfallplanung für Unternehmen sind die Themen, mit denen wir uns heute beschäftigen“, so Dr. Lutz Cleemann, Geschäftsführer des Bereichs Industrielle Technik.
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Allianz Zentrum für Technik (AZT)
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