Die Börse: elektronisch und virtuell
Das traditionelle Bild der Börse kennt jeder: Händler treffen sich in einem großen Saal und handeln auf Zuruf. Doch die Entwicklung ist längst einen Riesenschritt weitergegangen. Heute findet der Börsenhandel überwiegend elektronisch auf einem virtuellen Marktplatz statt. Die Deutsche Börse gehört mit ihrem vollelektronischen Handelssystem Xetra® zu den Pionieren.
Xetra hat ein neues Börsenzeitalter eingeläutet. Weshalb?
- Xetra ist überall. Früher wurden die Geschäfte ausschließlich auf dem Parkett gemacht. Börsen waren stattliche Gebäude, in denen die Händler präsent sein mussten, wenn sie Wertpapiere kaufen oder verkaufen wollten. Xetra entkoppelt physische Präsenz und Handelsteilnahme: Die Xetra-Börse ist überall, wo Bildschirme stehen.
- Xetra ist zuverlässig. Herkömmliche Computeranwendungen können schon einmal „abstürzen“. Doch was für den Privatmann vielleicht ärgerlich ist, könnte auf den Kapitalmärkten in kürzester Zeit zu sehr hohen Verlusten führen. Deshalb muss Xetra den Kunden der Deutschen Börse zuverlässig zur Verfügung stehen. 2005 ist das gelungen: jedenfalls zu 99,99 %.
Xetra bedeutet Liquidität. Täglich schließen mehr als 4.300 Händler auf Xetra durchschnittlich 330.000 Geschäfte ab; an manchen Tagen sogar bis zu 400.000. Der Umsatz übertrifft dann die Zehn-Milliarden-Euro-Grenze. Hohe Liquidität hat einen entscheidenden Vorteil: Sie sorgt für geringe Spannen zwischen An- und Verkaufskurs, davon profitieren alle Kapitalmarktakteure.
Xetra bedeutet geringe Handelskosten. Die hohe Liquidität hat einen weiteren Effekt, der die Handelsteilnehmer besonders freut: Die Kosten pro Trade sinken. Die Deutsche Börse berechnet ihren Kunden die günstigsten Transaktionskosten in Europa.
Trotz Xetra besteht der Präsenzhandel auf dem so genannten Börsenparkett weiterhin, denn beide Handelsplattformen ergänzen sich. Besonders Privatanlegern bietet das Parkett viele Vorteile: An der Börse Frankfurt können sie Aktien, Zertifikate, Aktienanleihen, Indexfonds und Optionsscheine handeln, insgesamt mehr als 60.000
Wertpapiere.
Die Gruppe Deutsche Börse
Mit einem Börsenwert von rund 10 Mrd. Euro (Dezember 2005) ist die Gruppe Deutsche Börse der weltweit größte Dienstleister für die Wertpapierindustrie mit einem
Produkt- und Dienstleistungsangebot für Emittenten, Investoren, Intermediäre und Datenvendoren. Die Gruppe deckt die gesamte Prozesskette ab: vom Aktien- und Terminhandel über die Abwicklung der Aufträge und die Bereitstellung der Marktinformationen bis zur Entwicklung und zum Betrieb der elektronischen Handelssysteme.
Die Deutsche Börse AG ist an der FWB® Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Die Unternehmensgruppe beschäftigt etwa 3.000 Mitarbeiter an ihrem Hauptsitz in Frankfurt sowie den Standorten in Chicago, London, Luxemburg und Zürich.