EnBW EnyCity – die Energiestadt der Zukunft
Bis zum Jahr 2030 wird die Weltbevölkerung um ein Drittel auf 8 Milliarden Menschen anwachsen. Rund 60 % der Bevölkerung wird dann in Städten leben. Die Folge: Der Energieverbrauch wird um zwei Drittel des heutigen Verbrauchs steigen.
Die große Herausforderung ist es, Lösungen zu finden, die diesen Energiehunger stillen, ohne die Lebensgrundlagen zu gefährden. EnBW stellt sich dieser Herausforderung. Sie will eine Stadt schaffen, in der die dringlichsten Energieprobleme gelöst sind: die EnBW Eny-City. Damit dieses Vorhaben Realität wird, hat eine hochqualifizierte Expertengruppe eine Methodik zur Planung energieoptimierter Städte erarbeitet – eine Verfahrensweise, die sich überall auf der Welt einsetzen lässt. Entwickelt wurde die Methode anhand der Entwicklung einer neuen Industriestadt in China. Die Metropole wird flächenmäßig dem Großraum München entsprechen und rund 800.000 Menschen Platz zum Arbeiten und Wohnen bieten.
Erst wurden Gebäudetypen wie Wohn- und Bürohäuser geplant, dann deren Energiebedarf ermittelt. Die Gebäude wurden energiesparend ausgerüstet, Experten optimierten anschließend die energetische Kette. Das Projekt stellte das Team immer wieder vor neue Herausforderungen. Um Strom- und Gasverbrauch realitätsnah am
Verhalten chinesischer Einwohner planen zu können, brauchte man eine Fülle von Informationen: Wie viel Prozent der Chinesen kochen ihren Reis z. B. mit Gas, wie viele mit Strom?
Ausgehend vom prognostizierten Verbrauch wurden verschiedene Konzepte für die Energieerzeugung entwickelt. Die Spanne reicht von zentralen bis zu stark dezentralen Versorgungskonzepten auf Basis verschiedener Primärenergieträger. Auch regenerative Quellen wurden berücksichtigt. Anschließend entwarfen die Experten Methoden, um die Versorgungsnetze zu optimieren.
Das "EnBW EnyCity“-Konzept hat große Erfolge gezeigt: Verglichen mit einer neuen Stadt in China, die nach derzeitigen Standards realisiert würde, konnte der CO2-Ausstoß um ca. 25 % vermindert werden. Der Bedarf an Primärenergie ist um ca. 15 %geringer. Dies bedeutet eine erhebliche Schonung der Energiereserven und für die Investoren eine geringere Abhängigkeit von steigenden Energiepreisen. Die Gebäudetechnologien führen zur Verbesserung der Lebensqualität in den neuen Ballungszentren und liefern somit einen Beitrag zur Wahrung des sozialen Friedens.
"EnBW EnyCity“ bietet Stadtentwicklern und Politikern eine zuverlässige Entscheidungsgrundlage, um Gestaltungsmöglichkeiten urbaner Energiesysteme bewerten zu können.