iDoc-Test Schlafapnoe: Schnarchanalyse kann Leben retten

v.l.n.r. Borjana Kujumdshieva-Böhning und Prof. Nikolaus Böhning (iDoc-Institut), Yvonne Klebe (Deutsche Bank), Dr. Carsten Enneper (Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten Brandenburg), Stefan Frerichs (Stadtverwaltung Potsdam) Copyright: Michael Lüder
24.11.2010, Potsdam – Schnarchen nervt nicht nur den Bettnachbarn, sondern kann ein Frühwarnzeichen für schlafbezogene Atemstörungen sein. Während normales Schnarchen vollkommen unbedenklich ist, spricht man bei nächtlichen Atemaussetzern von mehr als zehn Sekunden von der so genannten Schlafapnoe.
Die Erkrankung kann Beschwerden wie Bluthochdruck, Diabetes, Herzkrankheiten oder Schlaganfälle hervorrufen und im schlimmsten Fall tödliche Folgen haben. Wird eine Schlafapnoe rechtzeitig erkannt, ist die Volkskrankheit jedoch behandelbar.
Zur unkomplizierten Früherkennung entwickelte das Potsdamer iDoc-Institut für Telemedizin und Gesundheitskommunikation nun ein Testgerät für den Einsatz zu Hause und erhielt dafür die Auszeichnung als „Ausgewählter Ort“ im Land der Ideen. Das Leihgerät ist bei Ärzten oder in Apotheken erhältlich und misst über Nacht Puls und Sauerstoffwerte. Schlafmediziner werten die Daten aus und erstellen online ein Gutachten, das Aufschlüsse über Schlafstörungen oder das Krankheitsbild gibt.
Anlässlich der Preisverleihung bot ein Erlebnistag zum Thema „Telemedizin“ im Urania Planetarium in Potsdam den Besuchern neben vielen Informationen über Produkte und Dienstleistungen für die Gesundheitsbranche die Möglichkeit, sich mit dem iDoc-Test einer „Schnarchanalyse“ zu unterziehen.
„Wir sind davon überzeugt, dass Telemedizin in einigen Jahren ein fester Bestandteil der Gesundheitsversorgung sein wird. Denn anders sind die Herausforderungen der Zukunft wie demografische Entwicklung und flächendeckende Versorgung nicht zu meistern. Wir können schon heute einem breiten Publikum die einfache Handhabung telemedizinischer Anwendungen zeigen – und gleichzeitig die Aufmerksamkeit auf die weit verbreitete Volkskrankheit Schlafapnoe und deren Symptome lenken“, so Borjana Kujumdshieva-Böhning, Geschäftsführerin des iDoc-Instituts.
Dr. Carsten Enneper aus dem Ministerium für Wirtschaft und Europaangelegenheiten betonte die besondere Bedeutung der Arbeit am iDoc-Institut für das Flächenland Brandenburg: „Die Gesundheitswirtschaft hat in Brandenburg eine hohe Bedeutung. Dabei spielt die Telemedizin eine herausragende Rolle. Wir wollen und werden diese neue Form der Diagnostik mit Tatkraft unterstützen.“