Die erste Ideation

Der Mainzer Spezialglashersteller Schott hat das „Innovationskraftwerk“ in einer Pilotphase mit großem Erfolg getestet.

File 11961Die sieben Preisträger im Schott Rohrglas Wettbewerb mit den Mitgliedern der Jury

„Was mache ich aus einem eckigen Glasrohr?“ fragte Schott auf der Open Innovation Plattform. Die Ergebnisse der Ideation übertrafen alle Erwartungen der Schott-Rohrglas GmbH: Knapp 800 Teilnehmer aus 68 Ländern reichten mehr als 500 innovative Ideen für Einsatzmöglichkeiten des eckigen Glasrohrs ein. Der Wettbewerb sollte neue Ideen für derartige Produkte erbringen. Das Unternehmen bewies damit seine Vorreiterrolle im Innovationsmanagement. „Innovation ist unser Lebensnerv“, erklärte Dr. Hans-Joachim Konz, Mitglied des Vorstands der Schott AG. „Mit dem ‚Innovationskraftwerk‘ erreichen wir Menschen mit unterschiedlichsten Lebens- und Erfahrungshorizonten.“ Die besten sieben Ideen des Schott-Rohrglas Ideenwettbewerbs wurden mit Preisen im Gesamtwert von über 15.000 Euro belohnt.

Die zum Start der Ideation öffentlich noch nicht bekannte Seite wurde während der knapp achtwöchigen Laufzeit des Wettbewerbs 67.000 Mal aufgerufen. Die Online-Community hat etwa 1.250 Stunden für die Ideation aufgewendet, das entspricht in etwa einem Arbeitsjahr. „Wir haben die eingereichten Ideen und Konzepte nach Kriterien wie Kundennutzen, technische Umsetzbarkeit oder Marktpotenzial bewertet“, erklärt Dr. Nikolaos Katsikis, Director Business Development, Schott-Rohrglas GmbH. „Darüber hinaus haben wir damit begonnen, erste Ideen gemeinsam mit Partnerunternehmen zu realisieren, die bereits in den jeweiligen Anwendungsbereichen tätig sind.“ Die Ideation im „Innovationskraftwerk“ hätten Schott viele Anregungen für die Vertriebsarbeit gegeben, das Produkt bekannter gemacht und der Wettbewerb könne als Image-Träger eingesetzt werden.

Die sieben Bestplatzierten wurden in der Mainzer Konzernzentrale der Schott AG im Rahmen einer festlichen Preisverleihung ausgezeichnet. Den ersten Platz belegt Thomas E. Miller aus Illinois, USA, mit seiner Idee, eckige Glasrohre für vielseitig einsetzbare Sonnenschutzelemente zu verwenden. Denny Kondic aus dem baden-württembergischen Nehren landete mit seinem Vorschlag, einen Raumtrenner aus nicht-runden Glasröhren zu erstellen, auf dem zweiten Platz. Den dritten Platz belegte Daniil Kondratyev aus Israel mit einer Lichtinstallation.

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