Schüler als Kritiker: In den Fußstapfen Reich-Ranickis, Heidenreichs & Co.

Das Online-Rezensionsjournal „lesepunkte.de – Schüler schreiben für Schüler“ wurde am 28. Oktober als herausragende „Bildungsidee“ im bundesweiten Wettbewerb „Ideen für die Bildungsrepublik“ ausgezeichnet.

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(v.l.n.r.: Anke Müller, Projektleiterin, Deutschland –  Land der Ideen, Prof. Dr. Gudrun Gersmann, Initiatorin der „lesepunkte“ und Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris, Jochen Pahl und Ulrike Schmitz, Redakteure bei den lesepunkten, Ministerialdirigent Thomas Sondermann, Leiter der Unterabteilung „Berufliche Bildung“ im Bundesministerium für Bildung und Forschung)

Was schwarz auf weiß geschrieben steht, entspricht immer den Tatsachen, richtig? Falsch! Diese Erkenntnis ist ein Grundstein der Medienkompetenz. Im Umgang mit den alten und neuen Medien braucht es daher ein gutes Urteilsvermögen und eigene Wertmaßstäbe, um nicht von den Interessen Anderer gesteuert zu werden. Eben diese Medienkompetenz vermittelt das Projekt „lesepunkte.de“ an seine jungen Autoren. Das Online-Rezensionsjournal für Jugendliche veröffent­licht von Schülern selbst erarbeitete und geschriebene Buchbesprechungen – darunter vor allem Jugend­romane mit historischen Themen, aber auch historische und kunsthistorische Sach­bücher.

An der Preisverleihung in der Universität zu Köln nahmen über 50 Gäste teil. Unter ihnen waren neben dem Ersten Prorektor der Universität, Prof. Dr. med. Gereon R. Fink, auch Dr. h.c. Fritz Schramma, Ehrensenator der Universität zu Köln und ehe­maliger Kölner Ober­bürger­meister, sowie die Vorsitzende des Ausschusses für Schule und Weiter­bildung der Stadt Köln, Gisela Manderla. Durch die Veranstaltung führte der Berliner Rundfunkjournalist des RBB-Inforadios, Harald Asel.

Die Auszeichnung als „Bildungsidee“ überreichte Ministerialdirigent Thomas Sondermann vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gemeinsam mit Anke Müller, Projektleiterin der Initiative „Deutschland – Land der Ideen“, an die Initiatorin des Projekts und Direktorin des Deutschen Historischen Instituts Paris, Prof. Dr. Gudrun Gersmann. „Wir haben die ‚lesepunkte‘ mit dem Ziel ins Leben gerufen, Schüler früh an die digitale Welt heranzuführen, und ihren Spaß am Lesen und Schreiben zu fördern“, erläuterte Gersmann das Konzept des Preisträgers. In seinem Grußwort würdigte Sondermann die Leistung aller Projektbeteiligten. „Die Auszeichnung als ‚Bildungsidee‘ macht das große Engagement sichtbar, mit dem Kinder von der Kita über die Schule und Universität bis ins Berufsleben begleitet und gefördert werden“, so Sondermann. „Wir brauchen mehr Bildungsangebote wie dieses, auch außerhalb der Schule“. Die Projektleiterin des Wettbewerbs, Anke Müller, lobte die nachhaltige Arbeit des Preisträgers: „Durch den Fokus der ‚lesepunkte‘ auf historische Jugendromane wird zugleich das Interesse an einem Verständnis historischer Prozesse angeregt. Und uns allen ist klar, das die Zukunft nur gestalten kann, wer die Vergan­genheit versteht“.