Meisterwerke der Musik
Musik ist die einzige Sprache, die alle Menschen verstehen. Zur klingenden Völkerverständigung haben auch Ideen aus Deutschland beigetragen. Bachs „Wohltemperiertes Klavier“ gilt als ein Meilenstein der modernen Kompositionstechnik. „Bach ist der Vater, wir sind die Buben. Wer von uns was Rechtes kann, hat's von ihm gelernt“, bekundete einst Mozart. Klassische Musik verliert nicht an Einfluss: Der Schlusschor von Beethovens „Neunter“ ist heute nicht nur die offizielle Hymne der Europäischen Union, die Sinfonie bestimmte rund 150 Jahre später auch die Standardspielzeit von CDs.

Zahlreiche Gäste bei der feierlichen Enthüllung der Skulptur „Meisterwerke der Musik“ am 5. Mai 2006 in Berlin.
Neben den Komponisten prägen Interpreten die Musiklandschaft Deutschlands. Geigerin Anne-Sophie Mutter und Opernsänger Thomas Quasthoff begeistern Konzertbesucher in aller Welt. Internationale Stars wie Sir Simon Rattle und Daniel Barenboim arbeiten gern mit deutschen Orchestern. Auch fernab der Klassik hat Deutschland einiges zu bieten: Pioniere wie Karlheinz Stockhausen legten das Fundament für elektronische Musik, die Band „Kraftwerk“ machte sie weltberühmt. Und deutsche Ingenieure sorgten dafür, dass wir unsere Lieblingsklänge heute überall hören können: mit der Erfindung des MP3-Formats.
Mit den „Meisterwerken der Musik“ bekam die deutsche Musikgeschichte beim „Walk of Ideas“ im Sommer 2006 ihr eigenes Denkmal. Filigran wie in der Notenschrift waren auch die Skulpturen: Aus jedem „Köpfchen“ ragte ein langer Notenhals acht Meter in die Höhe. Damit galten die „Meisterwerke der Musik“ als die statistisch und geometrisch komplizierteste Arbeit des „Walk of Ideas“. Schon von weitem konnten Musikfreunde die insgesamt sechs Noten, drei mit und drei ohne „Fahne“, auf dem Berliner Gendarmenmarkt zwischen Französischem Dom und Konzerthaus sichten.

© Scholz & Friends Identify
Der Walk of Ideas
„Meisterwerke der Musik“ ist eine von sechs Skulpturen, die zur Fußball-Weltmeisterschaft 2006 den „Walk of Ideas“ bildeten – ein Spaziergang entlang innovativer Ideen aus Deutschland. Die einzelnen Erfindungen stehen für die Kreativität und den Einfallsreichtum von Komponisten und Literaten, Wissenschaftlern und Forschern, Ingenieuren und Tüftlern. Auch in den Monumentalplastiken selbst stecken Ideen aus Deutschland: Sie sind aus dem innovativen Kunststoff Neopor® von BASF hergestellt und mit einem neuartigen Speziallack beschichtet, den BASF Coatings entwickelt hat.